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Vergessene Dichterung aus Sachsen-Anhalt: August Lafontaine

In der Landesvertretung sprach Alexander Suckel vom Literaturhaus Halle mit Literaturredakteurin Katrin Schumacher vom MDR über "Leben und Thaten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming".

August Heinrich Julius Lafontaine wurde am 5. Oktober 1758 in Braunschweig geboren und starb am 20. April 1831 in Halle (Saale). Lafontaine war als Hauslehrer, Hofmeister und Feldprediger tätig. 1786 ließ er sich in Halle nieder. Lafontaine gehörte zu den fruchtbarsten und beliebtesten Autoren seiner Zeit.

Staatssekretär Dr. Michael Schneider: "Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gerät Lafontaine in Vergessenheit – bis Arno Schmidt (heute selbst auf dem Weg in die Vergessenheit) seit den Fünfzigern versuchte, neues Interesse für den Vielschreiber zu wecken."

Lafontaine schrieb über 150 Romane und Erzählungen. Sein vierbändiger Roman über "Leben und Thaten des Freiherrn Quinctius Heymeran von Flaming" von 1795-1796 zählt zu Lafontaines größten Erfolgen. Es handelt sich hierbei um eine „höchst originelle Parodie auf Selbstherrlichkeit und Borniertheit des Adels“, schreibt die Deutsche Biographie.

Auszüge aus dem Roman lasen Julian Gutmann, Martin Reik und Bettina Schneider vom neuen Theater Halle. Die Lesung wurde am 26. April 2021 aufgezeichnet. In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Halle.