Klopstock-Preis 2018

Anna Sperk, Beate Wonde und Marion Poschmann

28. November 2018

Der Klopstock-Preis für neue Literatur ist die höchste Literaturauszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt. Er wurde im September 2018 verliehen. In der Landesvertretung lasen die diesjährigen Preisträgerinnen.

Marion Poschmann erhielt für ihr Buch "Kieferninseln" den Klopstock-Preis 2018. Die Jury schreibt: "Auf suggestive Weise entwickelt ‚Kieferninseln‘ mit dem Instrumentarium japanischer Kulturgeschichte ein ebenso zartes wie humorvolles Plädoyer für die Kunst der Betrach­tung. Die exakte Komposition des Romans steht seiner mal heiteren, mal elegischen Gelassenheit niemals im Weg. Seine romantische Naturpoesie tritt hier im Gewand zeitgenössischer Weltläufigkeit auf."

In ihrem Roman reist ein Bartforscher aus Deutschland auf den Spuren des japanischen Haiku-Dichters Bascho auf die Kieferninseln. Moderatorin und Japan-Kennerin Beate Wonde, Leiterin der Mori-Ogai-Gedenkstätte in Berlin, lobte die "leichtfedrige Sprache" und den "hintergründigen Humor" des Buches.

Anna Sperk bekam für ihr Debütwerk "Die Hoffnungsvollen" den Klopstock-Förderpreis 2018. Kulturminister Rainer Robra bei der Preisverleihung: "Sie ist eine vielversprechende Schriftstellerin aus der Region, die in ihrem Roman ‚Die Hoffnungsvollen‘ die Veränderungen der Bildungs- und Kulturlandschaft von der DDR ins vereinigte Deutschland eindrucksvoll aufgreift.“

Der Roman entstand in der Zeit, als Anna Sperk auf die Bewilligung eines Forschungsförderantrags gewartet hatte. Ihre Romanfigur ist Ethnologin, alleinstehende Mutter und lebt in prekären Verhältnissen. Moderatorin Beate Wonde: "Ein mutiger Roman."

INFO: Klopstock-Preis 2018

Buchcover: Marion Poschmann "Kierferninseln"
Buchcover: Anna Sperk "Die Hoffnungsvollen"
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