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Architektouren durch Sachsen-Anhalt: Quedlinburg

20. November 2019

Die "Architektouren" in der Landesvertretung reisten dieses Mal nach Quedlinburg.

Die Welterbestadt Quedlinburg ist mit seinen über 1.300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten „ein lebendiges Buch“, sagte Staatssekretär Dr. Sebastian Putz bei der Eröffnung. Auch Umfragen ergeben regelmäßig ein schönes Ergebnis: Die größte Fachwerkstadt Deutschlands gehört zu den schönsten Fachwerkstädten in Deutschland.

922 wurde Quedlinburg erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich zu einer „wichtigen Wegmarke deutscher Geschichte“, so Staatssekretär Putz. Oberbürgermeister Frank Ruch aus Quedlinburg bilanzierte das aktuelle Fest- und Jubiläumsjahr: Vor 1.100 Jahren wurde Heinrich I. zum ersten deutschen König gekrönt und vor 25 Jahren wurden Altstadt, Schloss und Stiftskirche in Quedlinburg UNESCO-Welterbe. In Quedlinburg fand in diesem Jahr der 22. Sachsen-Anhalt-Tag statt. 30 Jahre Friedliche Revolution wurden und werden gefeiert.

Oberbürgermeister Ruch erinnerte daran, dass in den letzten 30 Jahren rund 400 Millionen Fördermittel, öffentliche und private Gelder in Quedlinburg verbaut werden konnten. Die Kernkompetenzen der kleinen Stadt mit 25.000 Einwohnern liegen beim Denkmalschutz, aber auch bei Gesundheit und Pflege. Außerdem sei Quedlinburg Einkaufs- und Tagungsstadt. In Quedlinburg wurden Baulücken geschlossen und Industriebrachen revitalisiert. Derzeit entstehe ein großes Freizeit- und Sportareal.

Kunsthistorikerin Sabine Ullrich stellte die Sonderausstellung zum 1.100jährigen Thronjubiläum Heinrichs I. vor. Die Ausstellung fasziniert mit modernster Museumstechnik und besteht aus zwei Teilen: „919 – plötzlich König" im Schlossmuseum und „Am Anfang war das Grab" in der Stiftskirche St. Servatii.

Die Stadt im Harz steht aber auch für Architektur und Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts. Torsten Schmelz zeigte, dass auch Jugendstil und Moderne Quedlinburg geprägt haben. Den Quedlinburg-Abend moderierte Cornelia Heller.

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