Lesung: Klopstock

Porträt Friedrich Gottlieb Klopstock nach Jens Juel, 1779

19. November 2018

In der Reihe "Vergessene Dichter aus Sachsen-Anhalt" erinnerte die Lesung an Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803).

Staatssekretär Dr. Michael Schneider über Klopstock: "Er ist einer der wirklich literarischen Stars des 18. Jahrhunderts". Er war eine "solitäre Erscheinung", sagte Dr. Ute Pott, Leiterin des Gleimhauses in Halberstadt, ein "Kenner und Könner der Formen". In der Tradition des griechischen Sängers und christlichen Predigers habe Klopstock es verstanden, Ohr und Herz mit der "Erlebnishaftigkeit" der Sprache anzusprechen. 

Klopstock wurde 1724 in Quedlinburg geboren, ging in Schulpforta zur Schule, wo das "Feuer für Literatur bei Klopstock entfacht wurde". Er lebte in der Schweiz, in Dänemark und ab 1770 bis zu seinem Tod 1803 in Hamburg. An seinem Lebenswerk, dem Messias, hat Klopstock 23 Jahre lang gearbeitet. Finanziell unterstützt wurde er dabei vom dänischen König. Die Lesung stellte Klopstock in all seinen Facetten vor: Romantischer Briefeschreiber, Wegbereiter der Empfindsamkeit, Schlittschuhläufer, Frauenheld, Theoretiker und Dichter der Freundschaft.

Studierende des Instituts für Germanistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg präsentierten den Dichter mit ihrem Projekt "Klopstock in sieben Minuten". Schauspielerin Nina West las aus Briefen Klopstocks an seine spätere Frau Meta, aus seinem Werk "Die Gelehrtenrepublik" und trug seine berühmtesten Oden vor. So die "Frühlingsfeier", der "Zürcher See" und der "Eislauf".

In Zusammenarbeit mit dem Klopstock Verein Quedlinburg und dem Gleimhaus, Museum der deutschen Aufklärung

Staatssekretär Dr. Michael Schneider eröfffnet den Klopstock-Abend
Staatssekretär Dr. Michael Schneider eröffnet den Klopstock-Abend, der mit einem "ganz innovativen Ansatz" an Klopstock heranführt.
Klopstock-Lesung: Die Mitwirkenden
Schauspielerin Nina West (li.), Dr. Uta Pott und die Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
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