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15. Mai 2019

Wie stabil ist die transatlantische Brücke?

Es ging um die sicherheitspolitischen und militärstrategischen Herausforderungen zwischen Europa und den USA.

In seiner Begrüßung erinnerte Staatssekretär Dr. Michael Schneider an das erfolgreiche Ende der Berliner Luftbrücke vor 70 Jahren. Im Hinblick auf das aktuelle transatlantische Verhältnis sagte er: „Wir müssen uns bei allen Auseinandersetzungen über Handelsfragen, über den Anteil jedes Partners an den Verteidigungs­aus­gaben oder über den richtigen Weg in verschiedenen internationalen Kon­flikten stets der starken Pfeiler und der großen Tragfähigkeit der transatlantischen Brücke bewusst sein: Das sind unsere  gemeinsamen westlichen Werte, Interessen und Fähig­keiten.“  

Dr. Andrew Blair Denison, Direktor Transatlantic Networks, ging auf Erwartungen Amerikas an seine europäischen Partner ein: Deutschland gehöre zu den wichtigsten Verbündeten der USA. Amerika erwarte von Deutschland Stärke, politische Soli­darität und Entgegenkommen und nicht nur Trittbrettfahren. Seiner Ansicht nach müssen die Europäer angesichts zunehmender Gefahren aus China und Russland vor allem ihre Ausgaben für Informationsdienste ausweiten.   

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, plädierte für verstärkten Dialog. Im gegenwärtigen transatlantischen Verhältnis zu US-Präsident Trump als neuem Typus eines politischen Führers könnten Missverständnisse nur über einen vertieften Dialog vermieden oder ausgeräumt werden. Die größte Schwierigkeit der­zeit sei die Unsicherheit darüber, wie es in den USA zu politischen Ent­scheidungen komme. Die USA, die in der NATO sehr verlässlich seien, würden den Wert der multilateralen Welt unterschätzen. 

In Zusammenarbeit mit der Clausewitz-Gesellschaft und der Deutschen Atlantischen Gesellschaft

INFO:

Carl von Clausewitz Erinnerungsstätte in Burg bei Magdeburg. Jeden 2. und 4. Samstag im Monat von 10-12 Uhr geöffnet. Sein bekanntestes Werk: „Vom Kriege".