Architektouren durch Sachsen-Anhalt

Fachwerk in Osterwieck

29. Mai 2018

Osterwieck

Die "Architektouren durch Sachsen-Anhalt" führten dieses Mal in den Harz. Ein wahres Kleinod ist Osterwieck: Die alte Fachwerkkunst im Harzstädtchen Osterwieck ist wertvoll, einzigartig und eine beliebte Filmkulisse. Die Kirche St. Stephani in Osterwieck gehört zur Straße der Romanik.

"Mit 400 Fachwerkhäusern aus ganz unterschiedlichen Stilepochen gehört Osterwieck zweifelsfrei zu den schönsten Fachwerkstädten Deutschlands", schwärmte Staatssekretär Dr. Sebastian Putz in seinem Grußwort. Osterwieck wurde in das Programm städtebaulicher Denkmalschutz aufgenommen. Seit 1991 sind insgesamt 30 Millionen Euro geflossen, um den historischen Kern Osterwiecks zu erhalten und zu entwickeln. Das Ergebnis ist ein "einzigartiges Ensemble", so Staatssekretär Putz.

Dr. Günter Kowa machte mit seinem Vortrag „Fachwerk mit Botschaft: Osterwieck bekennt sich zu Luther“ den Auftakt zur Architektour durch Osterwieck. Mit geschnitzten Inschriften, Psalmversen und Sprüchen bekannten sich die Osterwiecker schon sehr früh mutig zur Reformation. Anschließend nahm Stadtführer Gerhard Schmuck als Ritter Rössing das Publikum mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Perle im Harz.

Osterwieck liegt an der Deutschen Fachwerkstraße. Viele der unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäuser stammen sogar noch aus der Zeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ erinnerte sich an die Zeiten vor der Wende: "Unsere Stadt wurde immer dunkler. Es war geplant, dass diese Stadt eingeht." Heute ist Osterwieck eine wahre Perle. Der „Bunte Hof“ in der Rössingstraße, ein Adelshof aus dem 16. Jahrhundert, gilt als ein Modellobjekt für energieeffiziente Sanierung.

Es folgte eine Gesprächsrunde mit

  • Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ
  • Staatssekretär Dr. Sebastian Putz, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr
  • Dr. Günter Kowa, Autor des Buches “Schauplätze der Reformation“
  • Matthias Gunnemann, BauBeCon Sanierungsträger GmbH, Bremen
  • Helmut Urbisch, freier Architekt, Osterwieck.

Moderation: Cornelia Heller, Magdeburg.

Eine Veranstaltung in der Reihe "Stadtentwicklung und Baukultur" mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt und der Architektenkammer Sachsen-Anhalt.

INFO: Osterwieck

Gruppenfoto mit Staatssekretär Dr. Sebastian Putz und der Bürgermeisterin von Osterwieck Ingeborg Wagenführ
Günter Kowa (li), Matthias Gunnemann, Cornelia Heller, Helmut Urbisch, Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ, Staatssekretär Dr. Sebastian Putz und Gerhard Schmuck als Ritter Rössing
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