Theater Magdeburg

Plakat zu Dantons Tod. Theater Magdeburg

23. Januar 2018

Einblicke: „Dantons Tod“ auf der Opernbühne

Am 20. Januar 2018 hatte "Dantons Tod" am Opernhaus Magdeburg Premiere. In der Landesvertretung gab es Einblicke in die Inszenierung.

Zum 100. Geburtstag des Komponisten Gottfried von Einem inszenierte Karen Stone die Oper „Dantons Tod“ neu. Die Oper beruht auf dem Theaterstück von Georg Büchner aus dem Jahr 1835.

In Zusammenarbeit mit der Gottfried-von-Einem-Stiftung Wien stellte Joachim Reiber seine frisch erschienene Biografie „Gottfried von Einem. Komponist der Stunde null“ vor. Gottfried von Einems Oper "Dantons Tod" wurde 1947 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Mit dieser Oper wurde der damals 29-jährige Komponist weltberühmt. Nach Joachim Reiber ist Büchners Danton die "Verkörperung der Menschheit, der Menschlichkeit, die sich mit Hilfe der Französischen Revolution befreit."

"Dantons Tod"
Über die Oper schreibt das Theater Magdeburg: "Im Jahr 1794 steckt die Französische Revolution in der Krise: Zwar ist die Republik gegründet, aber das Volk lebt weiter im Elend. Und über allen hängt das Damoklesschwert des Terrors. Georges Danton, früher ein enger Gefolgsmann Robespierres, stellt sich desillusioniert die Frage, ob eine freie Gesellschaft wirklich auf Grausamkeit gegründet werden kann. Für den österreichischen Komponisten Gottfried von Einem stellte Büchners Theaterstück 'Dantons Tod' von 1835 die ideale Vorlage dar, um sich 1947 mit den Mechanismen des Faschismus auseinanderzusetzen. Die Frage, wie und auf wessen Kosten ein gerechtes System politisch durchgesetzt werden kann, ist heute aktueller denn je." 

INFO: Dantons Tod, Theater Magdeburg

"Ich studiere die Geschichte der Revolution. Ich fühlte mich wie zernichtet unter dem Gräßlichen Fatalismus der Geschichte. Ich finde in der Menschennatur eine entsetzliche Gleichheit, in den menschlichen Verhältnissen eine unabwendbare Gewalt, Allen und Keinem verliehen."

aus: Georg Büchner, Brief an die Braut, 10. März 1834

Prof. Etienne François
Prof. Etienne François sprach über die Bedeutung der Französischen Revolution heute. Die Revolutionäre glaubten an eine "neue Phase der Menschheitsgeschichte".
Bariton Peter Bording und Jovan Mitic am Klavier
Im Kerker eingesperrt: Bariton Peter Bording singt Dantons Traumszene. Klavier: Jovan Mitic
Joachim Reiber und Chefdramaturgin Ulrike Schröder
Joachim Reiber, Chefredakteur des Magazins „Musikfreunde“ der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, im Gespräch mit Chefdramaturgin Ulrike Schröder
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