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TIPPS UND TERMINE

Sachsen-Anhalt: Persönliche Tipps

Sachsen-Anhalt einmal anders: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Landesvertretung geben persönliche Tipps für Entdeckungen und Erkundungen.

TIPP:

Mein persönlicher Tipp: Sterne gucken in der Altmark

Bettina Forst: "Immer wieder überwältigend ist der Blick in den Sternenhimmel. In Berlin ist nicht viel zu sehen, aber in der Altmark glitzert es nachts umso mehr. Wenn die Sternschnuppen im Sommer vom Himmel fallen, gehen vielleicht Wünsche in Erfüllung. Auf dass wir alle die Corona-Krise gut überstehen."

TIPP:

Stille Winkel in der Altmark entdecken und Sterne gucken. Zum Beispiel im Elb-Havel-Winkel bei Schollene. Das liegt ganz dicht beim Sternenpark im West Havelland.

Mein persönlicher Tipp: Film "Nationalstraße"

Dr. Thomas Hertel: "Am 21. Mai 2020 soll der Film 'Nationalstraße' von 42film aus Halle deutschlandweit in die Kinos kommen.

Der Film wurde von der Mitteldeutschen Medienförderung MDM gefördert und ist vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Tschechien schon erfolgreich angelaufen. Der Autor Jaroslav Rudiš hat das Drehbuch für diese Romanverfilmung von 'Nationalstraße' geschrieben und war kürzlich im Literaturhaus Halle sowie im MDR-Kultur-Café zu Gast." 

TIPP:

Film: "Nationalstraße". Zum Hören: Filmgespräch mit Jaroslav Rudiš im Literaturhaus Halle vom 16. April 2020 und im MDR-Kulturcafé vom 26. April 2020

Mein persönlicher Tipp: Zerben und Thoedor Fontane

Christina Hinrichs: "Wenn man von Theodor Fontane spricht, verbindet man seinen Namen ja eher mit dem Land Brandenburg, seinen romantischen Gutshäusern und Schlössern in abgelegenen Winkeln.

Es gibt aber durchaus auch Verbindungen zu Sachsen-Anhalt. In seinem Roman 'Effi Briest', der 1894 veröffentlicht wurde, ist die Hauptfigur wie es der Titel schon sagt, eine gewisse Effi Briest. Effi, die am Ende des Romans an den Gegebenheiten ihrer Zeit zerbricht, hatte ein reales Vorbild und das stammte aus Zerben. Am 26. Oktober 1853 wird Elisabeth Freiin und Edle von Plotho als jüngste Tochter der Familie von Plotho im Schloss Zerben geboren. Ihr Schicksal inspirierte Fontane zu seiner Romanfigur. Das Leben von Elisabeth weist sicherlich einige Parallelen mit Fontanes Effi auf, aber die von Plotho wurde 98 Jahre alt und zerbrach keinesfalls an den Umständen ihrer Zeit.

Wer Fontanes Romane mag und auf dessen Spuren wandeln möchte, sollte Zerben, einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Elbe-Parey im Landkreis Jerichower Land, einen Besuch abstatten. Auch bietet der Ort zwischen dem Elbe-Havel-Kanal und der Elbe mit der Zerbener Schleuse eine schöne Ausflugsmöglichkeit für Liebhaber der Wasserbautechnik. Die Reise mit dem Auto wäre empfehlenswert."

TIPP:

Nach Vereinbarung kann man das Schloss und die Kirche besichtigen und mehr über die Geschichte um Effi erfahren: Gemeinde Elbe-Parey, Mail an mailto:poststelle(at)elbe-parey.de oder per Telefon 039349 933. Der Elberadweg führt direkt an Zerben vorbei.

Mein persönlicher Tipp: Rad- und Wandertouren mit dem MDV

Marco Kühnemann: "Da wo Mitteldeutschlands Einheit liegt, im Süden Sachsen-Anhalts, Nordosten Thüringens und Westen Sachsens, bietet der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) eine Vielzahl von Routenvorschlägen für Wanderungen oder Touren auf dem Fahrrad an.

Ob nun ein 'Streifzug durchs Burgendland' rund um Nebra an der Unstrut oder zu Fuß im Norden von Halle (Saale) 'Höhenluft schnuppern' oder eine Flusswanderung 'Den Weinbergen entgegen' – der MDV bietet für Groß und Klein, Alt und Jung eine große Auswahl an Routenvorschlägen an. Diese werden praktisch zum Ausdruck oder modern als GPS-Datei zur Navigation per Smartphone bereitgestellt. Die jeweiligen Start- und Zielpunkte sind mit dem ÖPNV gut zu erreichen, darin liegt ja die Stärke des MDV."

TIPP:

Touren: "Streifzug durchs Burgendland", "Höhenluft schnuppern" und "Den Weinbergen entgegen". Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund informiert über alle Touren nebst Filtermöglichkeiten für die Art der Route und den Schwierigkeitsgrad.

Mein persönlicher Tipp: Ferropolis- die Stadt aus Eisen

Beate Leubner: "Fallen in Gesprächen die Namen oder Begriffe MAD MAX, MEDUSA, MOSQUITO, BIG WHEEL oder GEMINI, so hat jeder – so denke ich mir - eine eigene Idee, was sich dahinter verbergen könnte. Aber kennen Sie auch schon die Eisenriesen in Ferropolis? Das Veranstaltungsgelände ist alljährlich – außer in diesem Jahr – Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen, um Konzerte oder Festivals zu besuchen. Aber auch ohne diese Aktivitäten hat das Gelände einen ganz besonderen Reiz und lädt zu Besichtigungen und weiteren Freizeitaktivitäten ein. Jeder, der in der Nähe gelebt hat – wie ich in Dessau – kennt diese verwunschenen, ganz besonderen Orte. Es ist die Entdeckung einer 'NEUEN WELT', die die meisten von uns aus dem Fernsehen kennen. Steht man jedoch neben so einem Riesen aus Stahl und Eisen, umgeben von einer renaturierten Landschaft mit See, so ist dies etwas Besonderes.

Von Berlin aus ist Ferropolis in der Nähe von Gräfenhainichen gut zu erreichen. Ein Ausflug lohnt sich."  

TIPP:

Mein persönlicher Tipp: Das Winckelmann-Museum

Kerstin Pagel: "Seit Sonnabend, den 9. Mai 2020, wird das Museum schrittweise wieder geöffnet. In Winckelmann-Park werden Neuigkeiten präsentiert. Zwei dorische Säulen, ein Architrav mit zwei Sphingen und der griechischen Inschrift 'Mnemosyne', der Mutter der Musen, versetzen jeden Besucher in eine andere Zeit. Ein Blickfang wird auch das kolossale Trojanische Pferd sein.“" 

Mein persönlicher Tipp: Die roten Rinder auf den Bergwiesen von Brockenbauer Uwe Thielecke

Silvia Patt-Muth: "Im Rahmen von Gruppenführungen werden auf dem Schaubauernhof Informationen zum Kulturerbe des Harzer Roten Höhenviehs anschaulich und unterhaltsam vermittelt. Auf diese Weise möchte der Brockenbauer das Bewusstsein für die Landwirtschaft in den Bergen und das Interesse an den bedrohten Tierrassen fördern. Denn das Harzer Rote Höhenvieh ist nicht die einzige seltene Tierart auf dem Hof. So trifft man auch auf die Harzer Bergziege und den Hütehund 'Harzer Fuchs', der hier noch aktiv bei der Arbeit eingesetzt wird. Auf diese Weise können sich Besucher gleich vor Ort von der naturnahen, artgerechten Haltung der Tiere überzeugen."

TIPP:

Video: Brockenbauer Thielecke, Bio-Landwirt aus Tanne, auf youtube-Sachsen-Anhalt
Info:
Tanne im Oberharz. Wer den Harz liebt, die Natur und eine Auszeit vom Alltag plant, für den ist die Harz-App genau das Richtige.

Mein persönlicher Tipp: Die Künstlerstadt Kalbe

Thomas Rieke: "Die diesjährige Europawoche hat wieder einmal gezeigt, dass Europa in uns allen lebt und vor Ort entsteht. Hierzu gehört das Altmark-Städtchen Kalbe (Milde). Auch wenn die Region immer mal wieder als 'strukturschwach' dargestellt wird, eines ist sie mit Sicherheit: ideenstark.

2013 wurde der Verein 'Künstlerstadt Kalbe' gegründet, inzwischen mit 130 Mitgliedern aus aller Welt und einem 'harten Kern' von ca. 20 Ehrenamtlichen vor Ort. Ab dem 1. Juni 2020 werden über den Europäischen Sozialfonds jedoch zwei Kulturwissenschaftlerinnen hauptamtlich hier arbeiten, denn mittlerweile sind die zahlreichen Projekte gar nicht mehr nur in der Freizeit zu stemmen.

Es sind vielfältige Kunst- und Kulturangebote, aber auch ein Gründerlabor, um für die Altmark neue wirtschaftliche Impulse zu setzen. 14 Immobilien werden von der Künstlerstadt genutzt. Herzstück ist der zukünftige Kulturhof, ein ehemaliger Bauernhof. Noch sind hier zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger zu Gange und nutzen ihre Freizeit, um den Gebäudekomplex in Schuss zu bringen. Doch schon im Sommer soll er für den Sommercampus genutzt werden.

Der jährliche Sommercampus ist DER kulturelle Höhepunkt Kalbes: Für mehr als 50 Tage werden nationale und internationale Künstler aller Richtungen eingeladen, in Kalbe zu wohnen und zu arbeiten. Ob das in diesem Jahr, angesichts der Corona-Krise möglich sein wird, ist noch ungewiss.

Vereinsvorsitzende Corinna Köbele gibt sich optimistisch. Die Ausschreibung ist gestartet. Sogar aus der Mongolei sollten Künstlerinnen und Künstler in die Altmark kommen. Eine original mongolische Jurte sollte aufgebaut werden. Die mongolischen Künstler werden nun leider nicht kommen können. Umsonst sind die Vorbereitungen dennoch nicht. Die Altmark und Sachsen-Anhalt profitieren von dem, was in Kalbe geschieht. Und eine Reise ist die Altmark-Stadt mit ihren vielen schönen Fachwerkhäusern und Brücken immer Wert."
 

Mein persönlicher Tipp: Schifffshebewerk Rothensee

Annett Richter: "Wenn die Elbe in diesem Sommer im Raum Magdeburg genug Wasser führt, ist eine Fahrt mit der Weißen Flotte eine gute Idee. Umso mehr, wenn man es sich auf dem Sonnendeck gemütlich macht und eine Tour wählt, die das Schiffshebewerk Rothensee einschließt: Nach Schließungsplänen im Jahr 2006 sorgte der Protest aus der Region dafür, dass dieser kurze Weg aus der Landeshauptstadt auf den Mittellandkanal nicht verschlossen wurde. Ein 'Festfahren' hätte die dauerhafte Funktionsunfähigkeit des Schiffshebewerks bedeutet und verhindert, dass es heute ein in Europa einzigartiges und lebendiges technisches Denkmal ist. Seit 2013 kann man wieder innerhalb von drei Minuten in einem der beiden Schwimm-Tröge einen Höhenunterschied von 11–18 Metern überwinden. Schleusungen privater Motor- oder Paddelboote sind ebenfalls möglich.

Wer nur mal gucken möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Teile des Schiffshebewerks können individuell besichtigt werden. Und wer mehr will, kann eine Führung bei der Urania buchen."

TIPP:

Historisches Schiffshebwerk Rothensee mit Panoramavideo, Öffnungszeiten und geschichtlichen Informationen. Video: Das Schiffshebewerk Rothensee auf YouTube und Video: Die Schiffsschleuse Rothensee während des Umbaus, MDR.

Mein persönlicher Tipp: Weinreguion Saale-Unstrut

Peter Schwägele: "Mein Tipp ist ein Besuch des nördlichsten europäischen Qualitätsanbaugebietes an Saale und Unstrut, das bereits auf eine über tausendjährige Geschichte und Kultur zurückblicken kann und der Weinstraße Saale Unstrut, die gerade ihr 25jähriges Jubiläum gefeiert hat. Dort kann man am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf einem ausgebauten Wander- und Radwegenetz durch hügelige leicht bergige Landschaft mit ihren Weinbergen in klein gebliebenen Städten wie Naumburg und Freyburg, beschaulichen Dörfern, romantischen Burgruinen, mittelalterlichen Bauten und Kirchen aktiv erkunden.

Im Moment kann man sich kulinarisch auf diesen Besuch mittels einer virtuellen Weinprobe vorab einstimmen lassen, ab voraussichtlich Mitte Mai aber dann auch wieder auf dem Weg in Winzerhöfen und –gärten, Straußenwirtschaften und Gaststätten die neuen Weine der Winzer, aber auch die Spezialitäten der Region zur Stärkung zwischendurch oder einfach nur zum Genießen verkosten."

TIPP:

Saale und Unstrut: Wanderwege und Radwege an Saale und Unstrut. Not macht erfinderisch: Während der Jungweinwochen stellte Gebietsweinkönigin Annemarie Triebe jeden Tag in einer "Social Media Jungweinprobe" einen anderen Jungwein vor.

Mein persönlicher Tipp: Burgen Giebichenstein in Halle (Saale)

Frank Smeddinck: "Vor mehr als 1000 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört, zog der imposante, weit sichtbare Festungsbau im 19. Jahrhundert Dichter der Romantik an. Heute bildet die Burg ein faszinierendes Freilichtmuseum, das auch einen herrlichen Ausblick über das Saaletal bietet. Seit 1921 ist Burg Giebichenstein Standort der sehr renommierten Kunsthochschule, die Studierende aus der ganzen Welt anlockt."

TIPP:

Burg Giebichenstein. Buch: Renate Luckner-Bien: „Da steht eine Burg überm Tale. Die Burg Giebichenstein in Halle an der Saale, Hg. Moritz Götze und Peter Gerlach, Hasenverlag Halle/Saale.