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BUNDESRAT

Für mehr Barrierefreiheit am Bahnsteig

Sachsen-Anhalt hat gemeinsam mit Brandenburg, Hessen, Saarland, Thüringen und Baden-Württemberg eine Gesetzesinitiative zur Barrierefreiheit im Eisenbahn­verkehr eingebracht. Es geht um barrierefreie Einstiegshöhen am Bahnsteig.

Derzeit ist es so, dass es an den Bahnsteigen in ganz Deutschland unterschiedliche Einstiegshöhen gibt. Die Deutsche Bahn AG strebt aber nun an, die Höhen auf 76 cm zu vereinheitlichen. Diese Höhe kann jedoch nicht an allen Bahnhöfen ohne weiteres erreicht werden. So wird zum Beispiel in Mitteldeutschland seit zwanzig Jahren versucht, an Bahnhöfen eine günstigere, barrierefreie Einstiegshöhe von 55 cm zu verwirklichen.

Hier setzt nun der Gesetzentwurf an: Um wirkliche Barrierefreiheit zu erreichen, müssten Bahn­anlagen, Bahnsteige und Bahnen aufeinander abgestimmt sein. Nur so könnten Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, Bahnen barrierefrei nutzen. Die Anforderungen an die Barrierefreiheit sollen daher in das Allgemeine Eisenbahngesetz aufgenommen werden und bei Neu- und Umbauten von Bahnsteigen die Bahnsteighöhen von 55 cm und 76 cm rechtlich gleichgestellt werden.

Da man außerdem in Deutschland die Fahrgastzahlen auf der Schiene bis 2030 verdoppeln möchte, werden künftig mehr Doppelstockzüge eingesetzt werden. Diese Züge sind jedoch nur bei einer Bahnsteighöhe von 55 cm barrierefrei nutzbar. 

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