Geschichte des Hauses

Das Haus wird 1827/28 als bürgerliches Wohnhaus errichtet. Etwa 1865 erwirbt Pferdehändler Philipp Elkan das Haus und es wird repräsentativ umgestaltet. 1894 verkauft Elkan das Haus wieder. Um 1900 gibt es zeitweise bis zu 40 Mietparteien im Haus: So nutzen zum Beispiel die "Königliche Universitäts-Poliklinik", die "Königliche Universität für Innere Krankheiten" und die Meierei Bolle das Gebäude.

Der Künstlerclub "Die Möwe"

Decke und Wände des Kaminzimmers sind holzvertäfelt. Man sieht das Hoklzparkett und zwei moderne Kronleuchter.In der Mitte steht ein großer Besprechungstisch mit Bauhaus-Stühlen im Freischwingerstil

Am 15. Juni 1946 wird der Künstlerclub die "Möwe" eröffnet.

Der Name geht auf das Theaterstück "Die Möwe" von Anton Tschechow zurück. Der Club wurde von Major Alexander Mosjakow gegründet und entwickelt sich zum kulturellen Treffpunkt in Ost-Berlin. Berühmte Gäste in der "Möwe" sind Hans Albers, Bertolt Brecht, Hans Eisler, Gustav Gründgens, Erich Kästner, Klaus Kinski, Sophia Loren, Yves Montand, Helene Weigel und Carl Zuckmayr.

Ab 1953 ist das Haus zeitweise geschlossen und wird 1954 als "Zentraler Club der Gewerkschaft Kunst im FDGB" wiedereröffnet. Im Haus befinden sich auch das "Haus der Künstler", der "Berliner Bühnen- und Filmclub" und der "Zentrale Club der Filmschaffenden der DDR". Der öffentliche Zugang wird zunehmend reglementiert. Das Haus bleibt aber auch nach dem Bau der Mauer 1961 ein beliebter Treffpunkt. 1990 schließt die "Möwe" wegen Geldmangel und wird 1992 wiedereröffnet. 1995 kauft die Hamburgische Landesbank für die Freie und Hansestadt Hamburg das Haus. Die "Möwe" zieht in den Palais am Festungsgraben.

Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Nach der Sanierung: Der Engelshimmel im Treppenhaus

Am 2. April 2003 wird die Landesvertretung Sachsen-Anhalt eröffnet.

Im September 1997 nehmen Hamburg und das Land Sachsen-Anhalt Kaufverhandlungen auf. Am 26. März 1998 bewilligt der Finanzausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt die Mittel, um die Liegenschaft zu erwerben. Am 27. März 1998 wird der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen. Im August 2001 übernimmt das Bauunternehmen Bilfinger &  Berger, Niederlassung Magdeburg, Umbau und Sanierung des Hauses.

Die Gesamtsumme für Kauf und Erneuerung des teilweise denkmalgeschützten Hauses einschließlich der Baunebenkosten und Kosten für die Erstausstattung beläuft sich auf 21,72 Millionen Euro. Rund 40 Firmen aus Sachsen-Anhalt waren an den Restaurierungs- und Umbauarbeiten beteiligt.

2012: Die Landesvertretung bekommt ein Membrandach

Das Membrandach im Modell

Technologie aus Sachsen-Anhalt: Wissenschaftler und Ingenieure haben für die Landesvertretung ein Membrandach entwickelt. Mit Hilfe des Membrandachs ist der Innenhof der Landesvertretung wetterfest.

 

 

So funktioniert es: Eine lichtdurchlässige Membrane überdacht den 195 Quadratmeter großen Innenhof. Diese Membrane ist eine mehrschichtige transparente Folie und besteht aus fünf Membrankissen, die mit Luft aufgepumpt werden. Diese Kissen werden konstant unter Druck gehalten und über ein Gurtsystem gestützt. Vier Stahlstützen im Innenhof tragen das Membrandach. An den Seiten ist das Dach offen und gewährleistet so den notwendigen Luftaustausch.

Für das Membrandach werden Patente aus Sachsen-Anhalt genutzt. So stammt das Gurtsystem vom Institut für Membran- und Schalentechnologien. Dieses Institut ist mit der Hochschule Anhalt als ein Aninstitut verbunden. Die Schweißarbeiten erfolgten in einem hochmodernen Laserschweißverfahren, an dem das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Halle beteiligt war.

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